Ausstellung der Akademie der Künste am Hanseatenweg 10 und am Pariser Platz 4
Eröffnung: Donnerstag 22. Februar, 18 Uhr Pariser Platz, 20 Uhr Hanseatenweg
Die Ausstellung eröffnet eine durch die Kritik des Modernitätsbegriffs bestimmte Sicht auf die Kunst
des 20. Jahrhunderts. Statt stilistischer, entwicklungsgeschichtlicher oder medialer Gesichtspunkte
bilden der Wandel und die Vielfalt der Raumanschauungen in der Kunst das Kriterium der Auswahl.
Die Mobilität moderner Gesellschaften hat zu einer Entkräftung und letztlich Auflösung traditioneller
Ortsbestimmungen geführt, deren Kehrseite eine enorme Differenzierung und Bereicherung der
künstlerischen Konzeptionen von Räumlichkeit ist.
Am Hanseatenweg wird die Divergenz der bildnerischen Entwürfe exemplarisch an einigen klassischen
Positionen der Moderne des 20. Jahrhunderts sichtbar gemacht. Die bemalten Atelierwände samt
einer Gruppe der dazugehörigen Plastiken von Alberto Giacometti bilden den Schwerpunkt einer
Präsentation, die mit Werken von Picasso, Max Ernst und Matisse, Bonnard, Paul Klee, Morandi u.a.
das Spannungsfeld zwischen der Intimität kreativer Spielräume und ihrer bildnerischen Objektivierung
auszuloten sucht. Flankiert wird diese Auswahl auf der einen Seite durch frühe Photographien von
Albert Londe, Man Ray wie Medardo Rosso und Brancusi, an denen die neue Form der Raumwahr-
nehmung durch den Filter der Photographie deutlich wird. Auf der anderen Seite stellen die Arbeiten
von Gordon Matta-Clark einen Bezug zu den de-konstruktiven Raumauffassungen in der zeitgenöss-
ischen Kunst her.
Die Ausstellungsräume am Pariser Platz hingegen sind signifikanten Beispielen für die künstlerische
Auseinandersetzung mit dem sog. "realen" Raum vorbehalten. Hier erinnert eine Installation der "Wall
pieces" aus Mondrians letztem New Yorker Atelier an die Herkunft des Projekts, über die Bildwirklichkeit
hinaus mit künstlerischen Strategien in den tatsächlichen Lebensraum der Menschen einzugreifen.
Arbeiten von Donald Judd, Bridget Riley, Fred Sandback, Santiago Sierra u.a. stehen für die höchst
ungleichartigen Entwicklungen, die seit den 1960er Jahren aus diesem Ansatz erwachsen sind. Ergänzt
wird diese Präsentation durch Photoarbeiten von Demand und Sugimoto sowie Beiträge von Trisha
Brown und Gary Hill, die den performativen Umgang mit dem "realen" Raum herausstellen. Auch am
Pariser Platz vertritt die Ausstellung so keine abschließende These, sondern lädt dazu ein, das
Bezugsfeld zeitgenössischer Kunst weiter zu fassen und offener zu sehen.
Faltblatt zur Ausstellung als PDF-Datei
Eröffnung: Donnerstag 22. Februar, 18 Uhr Pariser Platz, 20 Uhr Hanseatenweg
Die Ausstellung eröffnet eine durch die Kritik des Modernitätsbegriffs bestimmte Sicht auf die Kunst
des 20. Jahrhunderts. Statt stilistischer, entwicklungsgeschichtlicher oder medialer Gesichtspunkte
bilden der Wandel und die Vielfalt der Raumanschauungen in der Kunst das Kriterium der Auswahl.
Die Mobilität moderner Gesellschaften hat zu einer Entkräftung und letztlich Auflösung traditioneller
Ortsbestimmungen geführt, deren Kehrseite eine enorme Differenzierung und Bereicherung der
künstlerischen Konzeptionen von Räumlichkeit ist.
Am Hanseatenweg wird die Divergenz der bildnerischen Entwürfe exemplarisch an einigen klassischen
Positionen der Moderne des 20. Jahrhunderts sichtbar gemacht. Die bemalten Atelierwände samt
einer Gruppe der dazugehörigen Plastiken von Alberto Giacometti bilden den Schwerpunkt einer
Präsentation, die mit Werken von Picasso, Max Ernst und Matisse, Bonnard, Paul Klee, Morandi u.a.
das Spannungsfeld zwischen der Intimität kreativer Spielräume und ihrer bildnerischen Objektivierung
auszuloten sucht. Flankiert wird diese Auswahl auf der einen Seite durch frühe Photographien von
Albert Londe, Man Ray wie Medardo Rosso und Brancusi, an denen die neue Form der Raumwahr-
nehmung durch den Filter der Photographie deutlich wird. Auf der anderen Seite stellen die Arbeiten
von Gordon Matta-Clark einen Bezug zu den de-konstruktiven Raumauffassungen in der zeitgenöss-
ischen Kunst her.
Die Ausstellungsräume am Pariser Platz hingegen sind signifikanten Beispielen für die künstlerische
Auseinandersetzung mit dem sog. "realen" Raum vorbehalten. Hier erinnert eine Installation der "Wall
pieces" aus Mondrians letztem New Yorker Atelier an die Herkunft des Projekts, über die Bildwirklichkeit
hinaus mit künstlerischen Strategien in den tatsächlichen Lebensraum der Menschen einzugreifen.
Arbeiten von Donald Judd, Bridget Riley, Fred Sandback, Santiago Sierra u.a. stehen für die höchst
ungleichartigen Entwicklungen, die seit den 1960er Jahren aus diesem Ansatz erwachsen sind. Ergänzt
wird diese Präsentation durch Photoarbeiten von Demand und Sugimoto sowie Beiträge von Trisha
Brown und Gary Hill, die den performativen Umgang mit dem "realen" Raum herausstellen. Auch am
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Bezugsfeld zeitgenössischer Kunst weiter zu fassen und offener zu sehen.
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Gefördert durch:

Unterstützt von:
Stiftung Preußische
Seehandlung,
Kulturstiftung Hartwig
Piepenbrock,
Altana AG
und Samsung

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